Tag 2

So, jetzt ist es amtlich, ich bekomme sogar auf Island Sonnenbrand. Aber das bin ich ja schon gewöhnt…

Unsere erste Station heute war der obligatorische Wasserfall. Leider habe ich den Namen vergessen, aber das ist bei den komischen Isländischen Namen auch kein Wunder. Auf alle Fälle habe ich festgestellt, dass die Pastellfarben in Island erfunden wurden. Alles wirkt anders als in Deutschland, das Gras ist pastellgrün, die Berge pastellbraun und ab uns zu auch mal pastellviolett. Als wenn ein Maler seine Pastellfarben über die Berge hat laufen lassen. In Wirklichkeit sind es die Lupinen, die die Landschaft pastellblau färben. Und dunkel wird es auf Island um diese Jahreszeit wirklich nicht. Man muss schon durch einen Tunnel fahren, damit man es absolut dunkel hat. Ja, es gibt wirklich Tunnel auf Island. Die Isländer bohren im Allgemeinen eh gerne. Wo es ihnen gefällt bohren sie in die Erde und zapfen die heißen Quellen an. Das Wasser wird dann in Pipelines in die Städte bzw. in die Dörfer geleitet. Jedenfalls ist, wo es dampft eine heiße Quelle und damit eine Touristenattraktion. Und wir natürlich mittendrin.

Was bei einer Rundreise auf Island auf gar keinen Fall fehlen darf, ist das Besteigen eines Vulkans. Mein erster Vulkan im Übrigen und er heißt Eldborg. Gott sei Dank war er schon ausgebrochen und wir bewunderten nur den Krater. Und natürlich das Lavafeld drum herum. Immerhin mussten wir das durchwandern, um zum Krater zu gelangen. Es ist nur ein kleiner Vulkan, aber die Gewalt, die hinter einem Ausbruch steckt ist beeindruckend. Ich weiß die ursprüngliche Höhe des Vulkans nicht, aber am Ende waren es nur noch 120 m. 

Bei dieser Besteigung blieb es am heutigen Tage allerdings nicht, denn es stand noch eine Wand aus Basaltkegeln auf dem Programm. Oben angekommen hatten wir einen wunderschönen Blick auf Eldborg, den Vulkankrater und sahen erst das Ausmaß seines Lavafeldes und welche Fläche die Lava unter sich begräbt. Live dabei sein will ich dann doch lieber nicht. Apropos Vulkanausbruch…am Morgen hatten wir doch glatt erfahren, dass Katla, ein Vulkan im Süden Islands stark rumort, und dass der Süden schon evakuiert wurde. Im Moment sind wir ja im Westen, bewegen uns aber stetig nach Süden…oh Gott, oh Gott, oh Gott.

Unsere Besichtigungstour mussten wir dann unterbrechen, um im letzten Supermarkt einzukaufen, den wir in den nächsten 2 Tagen zu Gesicht bekommen. Wie das die Isländer machen, die im Westen wohnen…2 Stunden Fahrt zum Einkaufen ist dann doch heftig. Aber wir sind soweit versorgt und so ging es dann zu unserer nächsten Unterkunft. Und wir hatten keine Ahnung was uns erwartet…ein kleines blaues Häuschen in Hellnar, das oben am Rande einer Klippe steht mit atemberaubenden Blick aufs Meer. Und mit dieser tollen Aussicht aufs Meer haben wir zu Abend gegessen. Es gab im Übrigen Chilli Con Carne….sehr lecker. Und eigentlich war ich mal wieder mehr als bereit für mein Bett, aber der Gruppenzwang lässt grüßen…nach dem Essen um 20 Uhr sind wir bei strahlendem Sonnenschein 2 Stunden an der Klippe entlang gewandert und genossen das Meer, bewunderten die vielen Möwen und sogar das Einstiegsloch zum Mittelpunkt der Erde. Jules Verne lässt grüßen. Um halb elf durfte ich dann endlich ins Bett, aber dunkel war es immernoch nicht.

Eldborg

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