Archiv für November, 2010

Tag 1: A l’hotel, sisplau

Posted in Allgemein on November 26, 2010 by going2denmark

‚Barcelona ist die Stadt mit der höchsten Kriminalität‘ – Danke, Mom. Das hättest du mir auch schon früher sagen können und nicht 24h vor meinem Abflug. Jetzt erwarte ich natürlich von einer Horde wilder Spanier ausgeraubt zu werden, bevor ich auch nur einen Fuß auf Spanischen Boden setze. So ist es dann natürlich nicht gekommen. Ich konnte das Flugzeug ohne Zwichenfälle verlassen. Die Zwischenfälle fingen erst nach Verlassen des Flugzeuges an. Naja, nur 1 Zwischenfall und Zwischenfall kann man eigentlich nicht sagen: Alle Passagiere standen um das ausgewiesene Gepäckband und warteten auf ihre Koffer, ich inklusive, und wir warteten , und warteten. Ich würde bestimmt jetzt noch warten, hätte ich mich nicht in der Halle umgesehen und meine Tasche 2 Bänder weiter entdeckt. Also hingespurtet und vergewissert, dass es wirklich meine Tasche ist. Sie war es! Den restlichen Passagieren habe ich nicht gesagt, dass sie am falschen Band stehen. Entweder sie haben es selbst gemerkt, oder sie stehen immer noch! Gemein, ich weiß. Wahrscheinlich trifft mich der Blitz wenn ich in die Sagrada Familia will!

Mit dem Aerobus ging es dann zum Hotel. Nicht ganz, aber immerhin in die Nähe. Wer meine Beiträge brav liest, weiß inzwischen, dass mich in Großstädten (als auch in kleinen Dörfern im Allgäu) gern Orientierungslosigkeit überfällt. Und so auch heute. Ich bin brav der Karte gefolgt und prompt in die falsche Richtung gelaufen. 2 Mal musste ich im Kreis gehen, bis ich vor meinem Hotel stand. Aber immerhin weiß ich jetzt, wie ich morgen ins Zentrum komme. Oder ich bilde es mir jedenfalls ein zu wissen…wir werden sehen!

 

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Tag 2: Gaudi heute leider geschlossen

Posted in Allgemein on November 26, 2010 by going2denmark

Ok, ich muss es zugeben, Einbildung ist auch ne Bildung! Ich habe den Weg ins Zentrum nicht auf Anhieb gefunden. Wie konnte es auch anders sein! Die Richtung hat schon gestimmt, aber Karten sind einfach zu schwer zu lesen. Und dann bin ich auch noch am ersten von Gaudi gestaltetem Haus vorbei gelaufen. 2 Mal. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass es gerade renoviert wird und daher hinter Gerüsten versteckt war. Gute Entschuldigung, oder? Und dann stand ich plötzlich auf der Rambla, Barcelonas Einkaufsmeile, und habe es gar nicht gemerkt. Das erste was mir natürlich in den Kopf schoss: ‚Wo sind die Taschendiebe?‘ – Noch keine gesichtet! Da das ständige im Kreis laufen doch sehr anstrengend ist, musste ich erst mal Pause machen. Ich bin ja im Urlaub.

Was soll ich über Barcelona sagen? Mein erster Eindruck war, dass es eine dreckige Stadt ist. Überall Dreck, Kaugummis und Hundesch…Ich bin ständig dabei auf den Boden zu gucken, um nicht in irgendetwas Unbekanntes zu treten. Dazu kommt natürlich der Geruch, der einem aus manchen Ecken in die Nase weht. Ich bin jetzt im Süden, da ist das halt so. Aber ich will ja nicht nur schlecht über Barcelona sprechen. Es ist eine hübsche Stadt, mit vielen kleinen versteckten Gässchen und wunderschönen Häuschen. Von Gaudis Baukunst habe ich noch nicht so viel gesehen, aber das ändert sich sicher bald. Immerhin hat er eine Kirche gebaut und einen ganzen Park angelegt. Und an einem Park kann man ja nun wirklich nicht vorbeilaufen.

Und dann wurde meine Vorahnung vom Vortag doch wirklich wahr! Ich bin nicht in die Sagrada Familia (Kirche, die Gaudi erbaut hat, Anm. der Redaktion) rein gekommen. Aber nicht, weil sich mein Mitteilungsbedürfnis bei meinen Mitpassagieren gestern in Grenzen hielt und ich vom Blitz getroffen wurde, sondern weil ich 2 Stunden hätte anstehen müssen. 2h! Also habe ich mich spontan entschlossen es 2 Tage später am Morgen noch einmal zu versuchen. Vielleicht habe ich dann mehr Glück.

Damit ich nicht ganz ohne Gaudis Werke zu bewundern ins Hotel zurück gehe, habe ich mir wenigstens die Häuser, die von Gaudi erbaut wurden und über die Innenstadt verteilt liegen angeschaut. Für jeweils 15€ hätte man sie auch von Innen bewudern können. Aber ihr könnt euch ja denken was ich gemacht habe. Genau, 2,50€ von den 15€ in einen Kaffee investiert. Eine viel bessere Investition! Und ausgeraubt worden bin ich auch noch nicht. 2. Tag unbeschadet überstanden.

 

 

Tag 3

Posted in Allgemein on November 26, 2010 by going2denmark

19°C bei schönstem Sonnenschein und ich habe keine Sonnencreme dabei. Da habe ich mal wieder super mitgedacht. Um vor der Sonne zu flüchten steht heute das Aquarium auf dem Programm. Und da das im Hafen von Barcelona zu finden ist…auf ans Wasser. Aber bevor ich der Sonne entfliehe, muss ich sie natürlich noch geniessen. Ein bisschen Sonne tanken bevor der harte lange kalte Winter im Allgäu beginnt und ich endgültig käsig werde. Da kann ein bisschen rote Farbe im Gesicht nicht schaden. Und wo kann man die Sonne am besten spüren, genau, am Strand. Also hieß es mal wieder ‚das Mädchen und das Meer‘. Barcelona hat einen schönen Stadtstrand und obwohl es schon Mitte November ist, wimmelte es doch von Touristen. Und ich mitten drin statt nur dabei. Das Wasser ist ganz schön kalt und daher war auch niemand schwimmen. Da friert man sich ja den Zipfel ab, wenn ich einen hätte. Und so beschränkte ich mich darauf meine Füße von den Wellen umspülen zu lassen. Das reicht für fast Winter voll und ganz.

Das Aqurium ist sehr hübsch. Man könnte alles in einer halbe Stunde sehen. Aber ich bin Schwabe und wenn ich fast 20€ Eintritt bezahle, muss sich das auch rentieren. Also bin ich 2  mal durch den Haitunnel gelaufen und lange vor dem großen Haibecken gesessen, um den Haien beim schwimmen zuzusehen. Was denen wohl so den ganzen Tag durch den Kopf geht? 2 Stunden habe ich so vertrödelt, bevor es mit der Kabinenseilbahn vom Hafen auf den Berg Montjuic ging. Oder auch nicht. Wegen starkem Wind (welcher Wind?) wurde der Betrieb kurzzeitig eingestellt. Natürlich dann wenn ich komme. Also ging es zu Fuß zum Berg. Aber ich bin gar nicht dort angekommen. Denn die Sonne ging schon unter und es wurde langsam dunkel. Und da man laut Reiseführer nachts nicht in dunkle Gassen gehen soll, vor allem als Frau, und Dieben keine Gelegenheit bieten soll, ging es zurück ins Hotel. Ich war ganz froh darüber, denn meine Füße taten ganz schön weh und müde war ich auch.

 

 

 

 

Tag 4: Auf den Spuren Gaudis

Posted in Allgemein on November 26, 2010 by going2denmark

Was vor 2 Tagen nicht geklappt hat, lief jetzt fast wie am Schnürchen. Ich bin nicht vom Blitz getroffen worden und auch die Schlange an der Kasse hielt sich in Grenzen. Sagrada Familia ich komme! Beeindruckend kann ich nur sagen. Kein Gold, keine Schnörkel. Einfach nur Kunst und Architektur. Man sieht natürlich trotzdem, dass es eine Kirche ist. Schade ist, dass immernoch gebaut wird, es ist laut und es riecht nach Baustelle. Aber sie ist ja nicht umsonst Barcelonas größte Dauerbaustelle. Und es werden komische Kirchenlieder über Lautsprecher gespielt. Total unnötig! Mit dem Aufzug ging es dann 1 Stockwerk höher. 2,50€ muss man extra zahlen, aber es wird darauf hingewiesen, dass das Geld zur Fertigstellung verwendet wird. Kann man glauben, muss man aber nicht. Aber man wird mit einem schönen Ausblick auf Barcelona belohnt und mit Blick auf die Baustelle.

Um auf den Spuren Gaudis zu bleiben ging es weiter zum Park Güell, den Park, den Gaudi gestaltet hat. Natürlich waren mal wieder eine Menge Touristen dort, obwohl das Wetter schlecht war und es nieselte. Aber der Park ist auf alle Fälle ein Muß für jeden Barcelona Besuch. Und die Häuser und Skulpturen von Gaudi sind wunderschön. Papagaien gab es auch. Ich musste gleich 2 Mal hinschauen. Zwischen all den Tauben versteckten sich doch tatsächlich grüne Papagaien. Sehr lustig. Leider hat es dann ziemlich angefangen zu regnen (ist das überhaupt ein deutscher Satz?) und dämmrig war es dann auch schon. Und so bin ich dann vor dem Regen und vor vorne und hinten behaarten Spaniern in mein Hotelzimmer geflüchtet. Man weiß ja nie.

 

 

 

 

 

Tag 5: Auf den Spuren Mirós

Posted in Allgemein on November 26, 2010 by going2denmark

In Barcelona gibt es nicht nur Gaudi, sondern auch Gedenkstätten an Miró, was ich vorher aber nicht wusste. Und um auch Miró zu würdigen bin ich in den Park gegangen, der zu Ehren Mirós angelegt wurde. Ist natürlich nichts im Vergleich zum Park Güell, aber er ist auch sehr hübsch. Mit ganz vielen Palmen, eigentlich besteht der Park nur aus Palmen, und Bänken. Gott sei Dank, denn nach 4 Tagen laufen taten mir meine Füße so weh, dass ich mich nur noch von einer Bank zur nächsten fortbewegen konnte. Das nennt man dann Bank-Hopping! Auf zur nächsten Bank!

Naja, da ich nicht den ganzen Tag auf einer Bank verbringen konnte, musste ich mich wohl oder übel aufraffen. Den Schmerz in meinen Füßen ignorierend…so schlimm war es dann doch wirklich nicht…ging ich auf die Suche nach einem Café. Ohne meine tägliche Ladung Koffein bin ich einfach nicht zu gebrauchen. Und der Kaffee im Hotel schmeckt wie Arsch und Friedrich, wie Rotz in Wasser…Nachdem mein Koffeinspeicher wieder aufgefüllt war, ging es auf die Rambla. Da heute mein letzter ganzer Tag in Barcelona ist, musste ich mir natürlich noch Andenken kaufen…es ist eine Tasche geworden. In Südengland (leider keine Beiträge vorhanden; Anm. der Redaktion) habe ich mir einen Hut gekauft (manch einer würde auch Helm sagen), in Irland Schuhe und dann konnte es ja in Spanien nur eine Handtasche werden! Bekanntlich bin ich ja nicht so die Einkäuferin und daher ist es bei der Tasche geblieben. Es erwartet auch niemand ein Mitbringsel von mir, und das ist auch gut so. Nur beim Shopping ist es natürlich nicht geblieben. Das Wetter war so herrlich, dass ich einen Abstecher zum Strand gemacht habe. Nochmal ein bisschen Sonne tanken. Wer weiß wie das Wetter in Deutschland ist. Für meine schmerzenden Füße war das kalte Wasser eine echte Wohltat. Aber ich konnte ja nicht ewig im Wasser stehen, wie sieht das denn aus! Also zurück auf die Rambla. Obwohl es Donnerstag war, war echt viel los. Alle arbeitslosen Spanier auf der Straße und Neger. Darf man ja gar nicht mehr sagen. Also dunkelpigmentierte Afrikanische Ureinwohner, die ihre Taschen und Uhren anpriesen. Tja, Pech gehabt, ich habe meine Tasche schon. Das war also mein letzter ganzer Tag in Barcelona. Morgen geht es zurück nach Deutschland. Aber vorher will ich noch auf den Berg Montjuic. Dieses Mal per Fuß und nicht mit der Seilbahn. Denn vielleicht geht wieder starker Wind. Im Nachhinein bin ich aber davon überzeugt, dass die Ticketverkäuferin auf dem Klo war. Denn heute ist die Seilbahn gefahren, bei viel stärkerem Wind. (Immerhin 9€ für die einfache Fahrt gespart 😉 )

 

 

 

Tag 6: Fliegen, oh Gott, oh Gott, oh Gott

Posted in Allgemein on November 26, 2010 by going2denmark

Ich will nicht schon wieder über die Schrecken des Fliegens lamentieren – also lass ich das an dieser Stelle (Immerhin setze ich mich freiwillig in das Flugzeug).

Bevor es mit dem Flieger Richtung Heimat ging, habe ich den Berg Montjuic bestiegen. Berg ist übertrieben, Hügel trifft es besser. Was man zu bieten bekommt ist ein atemberaubender Blick auf Barcelona, den Hafen, die Sagrada Familia, die Rambla und auch auf den Flughafen. Es ist dunstig, daher wird es wohl ein bisschen wackelig beim Start. Juchuh, aber ich wollte dazu ja nix mehr sagen.

Oben auf dem Montjuic gibt es eine alte Festungsanlage. Ganz nett zu besichtigen und um Zeit zu verdrödeln, bevor der Bus zum Flughafen geht.

Die Bushaltestelle war ja noch relativ einfach zu finden, aber das richtige Terminal…und dabei hat der Flughafen von Barcelona nur 2! Die liegen aber min. 2km auseinander, und ausgerechnet ich erwische das Falsche. Ein netter Spanier hat mir dann geholfen, denn auch er war im falschen Terminal. Allerdings konnte er kein Englisch. Aber mit Händen und Füßen und allem zusammen haben wir das richtige Terminal bzw. den Shuttle-Bus dorthin gefunden. Gracias! Deutschland ich komme…