Archiv für Oktober, 2008

Darf ich vorstellen, Yersinia

Posted in Studentenleben on Oktober 29, 2008 by going2denmark

Advertisements

Wie viel Uhr soll das bitte sein?

Posted in Studentenleben on Oktober 27, 2008 by going2denmark

Heute Morgen hat mein Wecker ganz normal um 7.15 Uhr geklingelt und wie jeden Morgen bin ich dann mit meinem kleinen lila Fahrrad ins Institut gefahren. Eigentlich haette ich schon am Vorabend stutzig werden sollen, denn mein Funkwecker hat sich eine Stunde zurueck gestellt. Von Deutschland wusste ich ja, dass dort die Uhren umgestellt werden und da hab ich einfach mal angenommen, das macht mein Wecker auch, da es ja immerhin ein deutscher Wecker ist. Deutscher Wecker, deutsche Gewohnheiten. Also hab ich mich ganz normal um 8.00 Uhr auf den Weg gemacht. Als ich dann an der ersten Uhr vorbei gefahren bin, und die 7.00 Uhr angezeigt hat, hab ich mir nix weiter dabei gedacht, die kann ja falsch gehen. Als die zweite Uhr dann allerdings auch 7.00 Uhr angezeigt hat, bin ich dann doch stutzig geworden. Stellen die in Daenemark etwa auch die Uhr um? Ja, sie tun es. Gewissheit hatte ich, als ich im Institut war und die Putzkolonne ueberrascht habe und mein PC hat mir dann auch verdeutlicht, dass ich eine Stunde zu frueh bin und eigentlich eine Stunde laenger haette schlafen koennen. Ich fuehle mich meines Schlafes beraubt…dafuer gehe ich dann heute eine Stunde frueher!!!

Auf den Spuren der Könige

Posted in Studentenleben on Oktober 25, 2008 by going2denmark

Der Tag hat schon drunter und drüber angefangen. Die S-togs sind auf meiner Strecke ausgefallen und es gab anscheinend Schienenersatzverkehr. Aber ich war so verwirrt von den ganzen Lautsprecherdurchsagen, dass ich kurzerhand meine Tour ein bisschen umgestaltet habe. Man muss ja heutzutage flexibel sein. Die Ziele meiner Tour sind gleich geblieben, nur ich habe den etwas längeren Weg mit dem Zug gewählt. Dieser ist nämlich pünktlich gekommen. Und so ging es mit dem Zug nach Helsingör, und zwar am Meer entlang. Vom Zug aus hatte man streckenweise ungetrübten Blick aufs Meer, und da sich die Sonne allmählich gezeigt hat, konnte ich die Zugfahrt richtig geniessen. In Helsingör angekommen konnte man auch Schweden richtig gut sehen. Laut Reiseführer ist der Öresund an der Stelle nur 4 km breit und die Fähren fahren alle halbe Stunde ans andere Ufer. Aber dieses Abenteuer habe ich mir fürs nächste Wochenende aufgehoben, und so bin ich schnell in den anderen Zug gesprintet, um nach Hilleröd zu kommen, meinem eigentlichen Ziel. Nach 4 Stationen hätte ich auch da sein sollen, aber als es dann 5 Stationen wurden, wurde mir bewusst, dass ich im falschen Zug war, und mit Blick auf meinen Plan hatte ich Gewissheit. Dieser Zug fuhr zwar auch nach Hilleröd, aber am Meer entlang und nicht auf dem direkten Weg, wie mein eigentlicher Zug. Und so habe ich den halben Morgen im Zug verbracht und war nach geschlagenen 2 1/2 Stunden endlich an meinem Ziel, Hilleröd. Und was schaut man sich in Hilleröd an…ein Schloss natürlich, Schloss Frederiksborg. Und so bin auch ich Richtung Schloss gegangen. Leider habe ich auf dem Weg erstmal richtig Geld ausgegeben, denn ich bin an einem Laden für Norwegerpullis vorbei gekommen, und konnte nicht daran vorbei gehen. Blöd, und so bin ich jetzt stolze Besitzerin eines Norwegerpullis, den ich aber nicht mehr hergeben möchte. Dann bin ich aber wirklich zum Schloss gegangen und habe es sogar ohne Umwege oder Verwirrungen gefunden. Ein wirklich schönes Schloss, von Aussen wie von Innen. Da Studenten 10 Kronen Rabatt bekommen haben, habe ich mir auch das Innere angeschaut. Wie in jedem Schloss gab es dort viele protzige Zimmer, vergoldetes Klumbatsch und Bilder von den jeweiligen Königen. Sogar eine Bildergalerie von Werken aus dem Zeitraum vom 15. Jahrhundert bis heute gab es, in der viele dänische Berühmtheiten ausgestellt waren, die ich aber alle nicht kannte. Daher bin ich lieber in den Schlossgarten gegangen und von da aus wieder zurück zum Bahnhof. Denn es stand noch ein weiteres Schloss auf meinem Tagesprogramm. Schloss Fredensborg, die Sommerresidenz der Königsfamilie. Das konnte man allerdings nicht besichtigen, und so bin ich davor gestanden, habe die lustigen Bärenfellmützenmänner beobachtet, die allerdings schwer bewaffnet waren und bin einmal um das Schloss herum gelaufen. Eigentlich wollte ich dann noch ans Meer fahren, aber die Sonne war schon am Untergehen und es wurde merklich kälter. Daher bin ich dann mit der S-tog, die Gott sei Dank wieder gefahren sind, zurück zum Hauptbahnhof Kopenhagen, ohne am Meer gewesen zu sein. Aber ich denke mal, dass das Meer nicht davon läuft und ich noch genug Gelegenheiten habe ans Kattegat zu kommen.

Die Erkundung meiner Umgebung Teil 2

Posted in Studentenleben on Oktober 22, 2008 by going2denmark

Heute Morgen habe ich noch geschrieben, dass es dauerregnet und am Abend hat sich dann die Sonne gezeigt. So was…

Da man für das Verfassen einer Diplomarbeit ziemlich viel Literatur braucht und ich im Institut leider keinen Zugang zu Büchern habe, habe ich mich heute auf den Weg gemacht, um mich für die ‚Faculty of Life Science Library‘ hier in Frederiksberg zu registrieren. Da ich allerdings kein dänischer Student bin, brauchte ich eine Art Garantieschreiben, dass ich an einem dänischen Universitätsinstitut arbeite. Das hat mir Sören auch kurzerhand ausgestellt, und so hatte ich keine Probleme einen Bibliotheksausweis zu bekommen. Und das sogar kostenlos und alles auf Englisch. Ich bin richtig stolz auf mich, denn das ganze habe ich eine Woche vor mir hergeschoben.  Die Bibliothek ist riesig. 3 Stockwerke voller Bücher und Zeitschriften und ich hab gelesen, dass man sich sogar DVDs ausleihen kann. Leider habe ich keine Romane gefunden, denn ich bin gerade dabei mein letztes Buch zu lesen. Dann muss ab jetzt eben Fachliteratur herhalten. Und modern ist die Bibliothek auch. Da ist nämlich keine freundliche Dame, wie in Deutschland die einem die Bücher ausleiht, nein, hier ist alles automatisiert und der arme Student muss seine Bücher an einem Automaten selbst registrieren um sie mit nach Hause nehmen zu können. Das kann richtig in Arbeit ausarten. Gott sei Dank ist der Automat anscheinend 2-sprachig aufgewachsen.

Als ich soweit alle meine Bücher hatte, war es draussen so mild, dass ich beschloss noch eine Runde um den Block zu laufen. Und da hinter meinem Haus ein Fahrrad- und Fussgängerweg ist, von dem aus man in meine Dusche und Toilette schauen kann, wollte ich wissen in wie weit man wirklich in die Fenster schauen kann. Und das Resultat…ich glaube die Fenster sind zu klein, um was erkennen zu können. Aber ein geringes Mass an Exebitionismus hat glaube ich noch keinem geschadet.

Ich bin dann noch ein Stückchen nach Nörrebro, dem nördlichen Stadtviertel von Kopenhagen gelaufen. Aber man hat deutlich gemerkt, dass Frederiksberg zu den reicheren Vierteln gehört. Da es dann schon dunkel wurde und ich doch ein bisschen Respekt hatte, habe ich relativ schnell wieder umgedreht.


Langeweile in Kopenhagen

Posted in Studentenleben on Oktober 22, 2008 by going2denmark

Was mir eigentlich fast jeder voraus gesagt hat, ist nun eingetroffen. Der Regen. Es regnet den ganzen Tag, ausser wenn ich morgens ins Institut fahre und am Nachmittag zurueck. Da regnet es komischerweise nicht. Aber ich will mich ja nicht beschweren. Und was macht man an verregneten Tagen…nichts. Faul im Bett liegen und lesen. Das sollte sich aber bald wieder aendern.

Den ersten Verlust muss ich auch schon beklagen. Mein MP3-Player hat leider schon den Geist aufgegeben. Er hat anscheinend den Flug nach Daenemark nicht ueberstanden. War ihm alles zu viel und so hat er sich halt abgeschaltet.

Und da gibt es noch ein weiteres Sorgenkind. Er wird jetzt bald 5 Jahre und ist rechteckig und ziemlich flach. Mein Laptop. Ich weiss ehrlich gesagt nicht was er hat, aber er wird immer langsamer. Wahrscheinlich ist das einfach so, wenn man aelter wird, ob Laptop oder Mensch. Ich sollte ihn vielleicht auch nicht immer so viele Aufgaben gleichzeitig erledigen lassen, das packt er halt in seinem Alter nicht mehr. Also uebe ich mich jeden Tag in Geduld.

Daher schreibe ich gerade auch diesen Beitrag im Institut. Das merkt man auch daran, dass ich ae, oe usw. schreibe, denn die Daenen haben keine ae’s und oe’s. Dafuer haben sie andere sehr lustige Buchstaben, wie ø und æ und å. Ausserdem ist das z mit dem y vertauscht. War am Anfang alles ein bisschen verwirrend, aber langsam habe ich mich auch daran gewoehnt. Verwirrend ist auch das Word hier auf dem daenischen Rechner, da natuerlich alle Befehle auf daenisch sind. Ist ja irgendwie logisch. Aber ich habe immer meinen kleinen gelben Helfer neben mir liegen. Mein kleines Woerterbuch…

Kein Kommentar

Posted in Studentenleben on Oktober 18, 2008 by going2denmark

Mein Mitbewohner hat sich mal wieder rasiert…

Auf den Spuren der Wikinger

Posted in Studentenleben on Oktober 18, 2008 by going2denmark

Seit heute habe ich glaube ich alle Verkehrsmittel, die in und um Kopenhagen verkehern benutzt. S-tog, Zug, Bus und natürlich das Fahrrad, nur die Metro fehlt noch, aber die kommt sicher auch noch dran. Mein kleines lila Fahrrad hatte sich heute eine kleine Pause verdient, halt, nicht ganz, zuvor musste es mich noch zum Kopenhagener Hauptbahnhof bringen. Denn heute ging es von dort mit der S-tog in die Umgebung, mein Ziel war Ishoj. In Ishoj soll ein tolles Museum sein, das mich aber weniger interessiert hat. Ich bin nach Ishoj gefahren, einerseits weil es auf meinem Weg nach Roskilde liegt und andererseits weil mich der Ruf des Meeres mal wieder erreicht hat. Ishoj hat diesmal auch einen richtigen Strand. Wäre das Wetter nicht ganz so bescheiden und so kalt gewesen, hätte ich vielleicht sogar meine Schuhe ausgezogen, um den Sand zwischen den Zehen zu spüren. Aber es musste ja regnen. Irgendwann war der Wind so stark und ich innerlich fast erfroren, dass ich mich auf den Weg zurück zum Bahnhof Ishoj gemacht habe, um nach Roskilde zu fahren. Roskilde wäre wahrscheinlich eine wunderschöne Stadt, wenn es nicht so arg geregnet hätte. Also bin ich schnell zum Dom, der immerhin UNESCO Weltkulturerbe ist, um mich in der Kirche etwas vor dem Regen zu schuetzen, aber auch Gott braucht Geld und so haben die da Eintritt verlangt, was ich irgendwie nicht eingesehen habe zu zahlen. Also bin ich vom göttlichen Pfad abgewichen und habe mich statt dessen auf die Spuren der Wikinger begeben. Roskilde hat nämlich ein Wikinger-Museum, in dem ich mich aufwärmen konnte. Dort sieht man einerseits echte Wikingerschiffe, die im Meer gefunden wurden, zum anderen kann man aber auch zuschauen, wie solche Schiffe gebaut werden. Wirklich interessant. Da wird jeder Teil eines Baumes nach seiner Ergonomie und natürlichen Form für ein bestimmtes Teil am Schiff benutzt. Also wenn es mit dem Studium nicht klappen sollte, werde ich Wikingerschiffsbauer. Eigentlich wollte ich mir den Fjord, an dem Roskilde liegt noch etwas genauer anschauen und dann weiter nach Frederikssund fahren, aber da es immer weiter geregnet hat und ich schon ziemlich erfroren war, bin ich mit dem Zug zurück nach Kopenhagen,  mit dem Gedanken an mein warmes Zimmer und eine Tasse heissen Tees. Aber was musste ich da erfahren? Nicht nur die Deutsche Bahn ist von Verspätungen geplagt, nein, sogar die Dänische Bahn ist stets ein bisschen verspätet. Wahrscheinlich ist das ansteckend. So bin ich halt auch mit etwas Verspätung zu Hause angekommen.