Archiv für Juli, 2008

Umzug in mein altes Leben

Posted in Studentenleben on Juli 27, 2008 by going2denmark

‚Umzug in mein altes Leben‘ hört sich jetzt nicht unbedingt danach an, als dass ich nach Dänemark in einen neuen Lebensabschnitt starte. Aber bis es soweit ist, wohne ich wieder zu Hause bei meinen Eltern, immerhin 2 Monate lang. In Freising, in der Stadt in der ich die letzten 4 Jahre verbracht habe, sind soweit alle Zelte abgebrochen. Die Wohnung gekündigt, leer geräumt und geputzt. Na ja, das mit dem putzen sage ich lieber nicht, denn ich muss es zugeben, ich bin einfach keine Hausfrau…

Mein Umzug war recht unspektakulär. Möbel aus Wohnung raus, auf den Anhänger und zu Hause wieder in die Wohnung rein. Besser gesagt in das Haus rein. Wie ein Umzug eben so abläuft.

Komischerweise bin ich gar nicht melancholisch geworden, schon an meinem Abschiedsfest, Fest kann man eigentlich nicht sagen, nicht, und auch jetzt nicht, 2 Tage später. Sehr seltsam. Vielleicht liegt es daran, dass 4 Jahre Freising einfach genug sind, und ich das Gefühl habe einen Ortswechsel zu brauchen. Aber wie wird es erst, wenn ich mit beiden Beinen im Berufsleben stehe. Will ich dann nach 4 Jahren auch meine Arbeitstelle wechseln? Na ja, Freising ist auch einfach zu klein. Nach einem Semester hat man schon alles gesehen, und ab da an wiederholt sich alles Semester für Semester. Und das 8 Semster lang? Da bräuchte wahrscheinlich jeder einen Tapetenwechsel.

Tadaa, die Note für meinen Vortrag ist letzten Donnerstag gekommen. Die Schlussworte meines Professors haben sich bewahrheitet, und so habe ich eine 1,3 bekommen. Und das obwohl ich eigentlich keine Vorträge halten kann. Tja, da muss ich meine Meinung wohl ändern, oder einfach sagen: ‚Übung macht den Meister‘

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Und Tschüss…

Posted in Studentenleben on Juli 26, 2008 by going2denmark

Gestern war meine Verabschiedung von Freising. Es war ein komisches Gefühl seine Freunde dort zurückzulassen und zu wissen, dass man in einen ganz neuen Lebensabschnitt startet.

Das Wetter war für so einen Anlass eigentlich viel zu schön und die Stimmung war anfangs auch etwas gedrückt, aber nach ein paar Bier haben trotzdem alle wieder gelacht und Spass gehabt.

Ich habe sogar ein tolles Abschiedsgeschenk bekommen. Ein Album mit vielen Fotos von Freising und diversen Festen. Eine tolle Erinnerung eben… Falls mich dann in Dänemark das Heimweh packen sollte, kann ich darin schmökern und gegebenenfalls ein Tränchen vergiessen.

Und damit auch die Leser dieser Seite ein paar Freisinger-Impressionen bekommen, kommen hier ein paar Fotos.

Der nächste Redner: Julia

Posted in Studentenleben on Juli 18, 2008 by going2denmark

So, die nächste Hürde auf dem Weg nach Dänemark ist genommen, und diesmal ohne Stolperer. Ich habe meinen Vortrag gut über die Bühne gebracht. Im Gegensatz zu den gedachten 150 Zuhörern, waren es nur rund 20, und ich musste auch nicht im großen Hörsaal reden, sondern nur in einem kleinen Seminarraum. Die Atmosphäre war auch nicht ganz so angespannt und ernst wie erwartet, sondern eigentlich recht familiär und entspannt. Ich hingegen war nicht so entspannt wie der Rest, ich war sehr nervös und mir stand der Angstschweiß nicht nur auf der Stirn…

Leider war ich die Vorletzte und erst um 15.30 Uhr dran, bis dahin war ich ein nervliches Wrack und total durchgeschwitzt.

„Und den nächsten Vortrag hören wir von Frau Julia A. mit dem Thema ‚Furanone als neue Signalmoleküle in Bakterien‘!

Scheiße, ich bin dran. Na ja, als ich dann vorne vor all den Leuten stand und erst mal angefangen hab zu reden, ging es eigentlich ganz gut. Ich hab ein bisschen schnell geredet, und hab Gott sei Dank einen Zeigestock in die Hand gedrückt bekommen, an dem ich mich festhalten konnte. Ich war eigentlich ziemlich schnell fertig, auf alle Fälle schneller als zu Hause beim Üben, und die Diskussion im Anschluss war eigentlich keine richtige Diskussion, obwohl, die Professoren haben untereinander diskutiert, ob die Furanone, die mein Vortrag behandelt hat wirklich Furanone sind, oder nicht doch eher Lactone. Ich hab schön brav immer ‚ja‘ gesagt, und nach geschlagenen 20 Minuten durfte ich mich wieder setzen und erst mal erleichtert ausatmen.

Der Kommentar von meinem Professor am Schluss: ‚Er habe heute nur sehr gute Vorträge gehört‘!

Na hoffentlich spiegelt sich diese  Aussage auch in meiner Note wieder…

‚Mind the Gap‘

Posted in Studentenleben on Juli 15, 2008 by going2denmark

London, London, wir fahren nach London, bzw. wir fuhren nach London. Ja, mein kleiner Bruder hat zu seinem 18. Geburtstag eine Reise nach London bekommen, und seine Geschwister, einschließlich mir durften mit. Yuppie…

Da ich ein bisschen Respekt, um ehrlich zu sein sehr großen Respekt vorm Fliegen habe, hat für mich der Abreisetag mit großer Nervosität begonnen. Wir mussten schon um 3.45 Uhr aufstehen und waren daher auch eher müde als freudig erregt. Gott sei Dank hat mit dem Flug alles geklappt. Christian Becker hat uns sicher auf englischen Boden gebracht. Meinen Brüdern haben hinterher allerdings ihre Hände weh getan, da wir ein paar Turbulenzen hatten und ich was zum festhalten gebraucht habe und zum Leid meiner Brüder in der Mitte gesessen bin.

Na ja, was kann man über London sagen? Eine super Stadt und genauso wie im Fernsehen. Es laufen eine Menge schräger Typen auf den londoner Straßen rum und da wir als Deutsche eher unscheinbar sind, sind wir nicht weiter aufgefallen. Alles ist ein bisschen enger, angefangen von der U-Bahn, bis hin zu unserer Jugendherberge. Mit der Privat Audience bei der Queen hat es leider nicht geklappt. Sie war leider nicht in der Stadt und konnte uns somit nicht empfangen. Auch Harry und William waren ja im Ausland beschäftigt, zu meinem großen Leid. Aber wir durften ihren Doppelgängern in Madame Tussauds die Hand schütteln und damit waren wir auch zufrieden. Dort trafen wir auch auf Buffy, Penelope, Leonardo und Justin.

Und ich habe mich verliebt, in Ben, in Big Ben. Auch die Tower Bridge hatte etwas, kam aber an Ben nicht heran. Man hört jahrelang im Englischunterricht über die Sehenswürdigkeiten in London, und dann steht man plötzlich davor. Ein unbeschreibliches Gefühl.

Wir haben viel gesehen und sind viel gelaufen. Ein paar Londoner Impressionen sind hoffentlich auf den Bildern zu sehen.

Und, tadaa, Dänemark hat sich wieder gemeldet. Gott sei Dank. Ich darf meine Diplomarbeit also doch noch dort schreiben. Mein Thema habe ich noch nicht, aber das ist jetzt hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit…