Archiv für Juni, 2008

Stille…

Posted in Studentenleben on Juni 26, 2008 by going2denmark

Stille…kein Ton aus Dänemark seit 3 Wochen.

Ich kann mir ja Hoffnung machen und sagen, dass alle Telefon- und Internetverbindungen  in Dänemark zur Zeit nicht funktionieren. Immerhin ist Gestern auch die Bildübertragung aus Österreich beim Fussballspiel zusammen gebrochen. Aber das glaubt ja kein Mensch. Na ja, dann heißt es wohl weiter warten.

Eine super gute Nachricht gibt es aber. Meine kleine Vespa ist endlich, nach 8 Wochen fertig repariert. Und so hab ich am Wochenende natürlich wieder die Gegend unsicher gemacht und mir den Fahrtwind um die Nase wehen lassen. Mensch hab ich das vermisst…und obwohl ich fast ein halbes Jahr nicht mehr mit ihr gefahren bin, hab ich das Schalten noch nicht verlernt. Gott sei Dank, hab mir ja echt Sorgen gemacht. Vielleicht schaff ich es auch mal ein Foto von meiner Kleinen hier rein zu stellen.

Und am Sonntag. Tattaa…fahr ich mit Barbara und Andreea zum Public Viewing nach Salzburg. Denn zum Glück hat Deutschland gestern gewonnen. Eigentlich war das ja schon fürs Viertelfinale geplant, aber da Deutschland Gruppenzweiter geworden ist, und somit schon am Donnerstag gespielt hat, ist dies ins Wasser gefallen. Na ja, aber am Sonntag heißt es: ‚Salzburg, Salzburg, wir fahren nach Salzburg‘.

Aber davor ist am Freitag noch Freibierfest bei uns an der Uni. Leider hab ich dieses Jahr keinen Krug bekommen, aber an Bier kommt man dort irgendwie immer. Mal schaun wieviele Bierleichen es dieses Jahr zu verbuchen gibt. Ich gehöre hoffentlich nicht dazu – wahrscheinlich wirklich nicht, hab ja eh keinen Krug…

Na ja, und so sitze ich gerade im Praktikum und habe nix zu tun. Aber am Freitag ist das Kapitel Praktikum eh abgeschlossen, und ich kann mich auf meinen Vortrag seelisch und moralisch einstellen. Drückt mir alle die Daumen, damit ich nicht ohnmächtig werde oder mich übergeben muss. Denn Referate und Vorträge halten ist für mich das schlimmste am ganzen Uni-Leben…Tod

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Ich, der Totalausfall…

Posted in Studentenleben on Juni 4, 2008 by going2denmark

Die erste Hürde auf dem Weg nach Dänemark ist genommen. Leider bin ich während dem Sprung hängen geblieben und auf die Nase gefallen. Jetzt hat nicht nur mein Ego eine Platzwunde, sondern auch meine Entschlossenheit.

Ich glaube das beschreibt meinen gestrigen Tag ziemlich genau.

Ich war mit meinem potentiellen Betreuer meiner Diplomarbeit in Bonn verabredet. Da alles ein bisschen kurzfristig war, bin ich mit dem Zug gefahren. 6 1/2 Stunden hin und 6 1/2 Stunden zurück. Mann oh Mann. Aber ich konnte mich seelisch und moralisch während dieser Zeit auf das Treffen vorbereiten und war auch eigentlich recht optimistisch eingestellt. Da wir uns natürlich nur auf Englisch unterhalten würden, hab ich ein paar Sätze in Gedanken schon mal vorformuliert.

Mit den Verbindungen hat alles gut geklappt, und Verspätung hatten wir auch nicht wirklich, so bin ich dann pünktlich in Bonn angekommen. Bonn ist auch eine Stadt, die extra für mich ausgelegt war. Überall Schilder, an jeder Ecke, so dass sogar ich, die in Großstädten ab und zu einen Anfall von Orientierungslosigkeit bekommt, sich zurecht findet. Unseren Treffpunkt hab ich auch eigentlich sofort gefunden. Aber war es auch wirklich unser Treffpunkt? Nach einer halben Stunde warten, wusste ich, dass ich falsch war. Und als mich Sören, mein Betreuer dann anrief, wusste ich es definitiv. Also hat er mich per Telefon nach draußen dirigiert, wo ich auf ihn winkend gewartet habe. Ein Glück, dass nicht alle Leute in dem Park zurück gewunken haben. Bis dahin war alles ok. Sören ist unglaublich sympathisch, und auch Tina, seine Begleitung ist unglaublich nett. Ich hab alles verstanden, was sie mich gefragt haben und auch brav geantwortet. Bis dahin dachte ich, alles läuft super.

Na ja, dann kamen die fachlichen Fragen. Welche Erfahrungen ich in der Mikrobiologie habe und welche Kurse ich sonst an der Uni belegt habe. Tja, und da bin ich dann irgendwie ausgestiegen. Ich habe keinen ganzen Satz in Englisch zusammengebracht. Wie beschreibt man bitte, was man in Verfahrenstechnik lernt? Und was heißt überhaupt Verfahrenstechnik auf Englisch? Ich hab dann nur noch ja und ok gesagt und freundlich gelächelt.

Und ganz plötzlich mussten meine Betreuer zu ihrem Zug.

Da hab ich wohl einen super Eindruck hinterlassen. Die denken sich doch, wieso so jemand wie ich, der kein Englisch kann, ihre Diplomarbeit im Ausland schreiben will. Ich glaub ich lös mich grad mal in Luft auf. Ach, wahrscheinlich hätte ich das Gestern machen sollen, oder einfach ganz schnell wegrennen.

Jetzt warte ich mal ab, was die nächste Mail meines Betreuers besagt. „Sorry, wir haben uns entschieden, dass du leider nicht in unsere Forschungsgruppe passt!“ Na dann Prost Mahlzeit.

Meine Ego ist am Arsch und überhaupt bereue ich meine Entscheidung gerade ein ganz kleines bisschen.

Und übrigens, eigentlich kann ich Englisch sprechen. Nicht ganz perfekt, aber doch so dass ich mein Englisch Abitur recht gut bestanden habe.

I need practice!!!

Für jede kleine Aufmunterung wäre ich im Moment total dankbar…muss telefonieren.